Pfalzstube Maximilianeum
Umbau / Neugestaltung der Pfalzstube im Bayerischen Landtag | 81675 München | Ausführung 2016 | Fotografie: Sebastian Schels
Bauherr: Freistaat Bayern

Die Herausfordung war neben der Modernisierung sämtlicher Oberflächen eine klare Trennung zwischen den beiden Nutzungen „Besprechung“ und „Gastronomie“ zu schaffen. Das räumliche Konzept sieht hierfür den Ausbau der bestehnden Nieschen mit Einbaumöbeln vor, welche die unterschiedlichen Funktionen wie auch Beleuchtung aufnehmen und seperat zugeschalten werden können.

An der Stirnseite des Raumes ist das bisher verdeckte Fenster freigelegt und an selber Stelle ein Einbauschrank als Medienmöbel erstellt worden. Auf Knopfdruck kann das natürliche Tageslicht durch das herausfahrende TV-Gerät verdunkelt werden und es wird der Standard eines modernen Besprechungs- und Tagungsraumes hergestellt.

Es wird eine reduzierte Anzahl wertiger Materialien verwendet. Geölte Oberflächen aus Eichenholz in den Möbel- und Bodenbelägen und handwerklich aufgetragene kalkgeschlämmte Wand- und Deckenoberflächen erzeugen ein angenehmes Raumklima.

Auch nach außen hin erhält die Pfalzstube ein neues Auftreten. Um die Reminiszenz der Weinstube zu bewahren, wird der Raum zukünftig über ein hölzernes Weinregal betreten. Durch den „Filter“ der Weinflaschen wird eine gewisse Diskretion geschaffen ohne dass der neue Bezug zwischen Pfalzstube und Vorraum verloren geht.

Die Funktion der „Gastronomie“ wird im geöffneten Zustand eines weiteren Einbaumöbels sichtbar. Im Inneren befinden sich alle notwendigen Stauflächen für Geschirr sowie Kühlschrank und Spüle. Der bestehende Fluchtweg verschwindet hinter einer Holzvertäfelten Tapetentüre.

Die Grundbeleuchtung des Raumes erfolgt mittels indirekter Beleuchtung über die geschlemmte Backsteindecke. Die Lichtquellen sind dimmbar ausgeführt und können somit unterschiedlicher Nutzung und Situation angepasst werden.